Auf dem Löwenkopf von Kapstadt

December 20th, 2010

Löwen haben wir hier in Afrika ja schon einige gesehen, doch nun sind wir sogar auf einen hochgekrabbelt. Die Rede ist vom 669 Meter hohen “Lion’s Head” in Kapstadt. Eigentlich nur ein kleiner Hügel unweit des Tafelbergs, von dem man eine tolle Aussicht auf die Tablebay, die Stadt und auch den Tafelberg hat.

Lions Head Kapstadt

Foto: Der Lion’s Head vom Tafelberg aus gesehen.

Knapp 45 Minuten benötigt man für den Weg hinauf. Das Schöne ist, dass man einen spiralformigen Rundweg läuft. Schon beim Aufstieg genießt man verschiedene Sichten auf Kapstadt. Im Gegensatz zum Tafelberg genießt man hier einen ungestörten 360 Grad-Blick.

Lions Head Kapstadt

Foto: Hier geht’s hoch.

Der Lions Head ist mittlerweile vor dem Sonnenuntergang ein wahrer Pilgerort geworden: Horden von Touristen, aber auch Einheimische, laufen bepackt mit Brotzeit inklusive Weinflaschen hinauf, um die Sonne im Indischen Ozean untergehen zu sehen. So auch wir.

Vom Lions Head

Und oben angekommen, gibt’s die Belohnung: Essen und Panorama pur.

Die Aussichten sind grandios!

Vom Lions Head

Vom Lions Head

Tafelberg in Kapstadt

Und extra für uns hat der Tafelberg dann auch noch die Tischdecke aufgelegt:

Tafelberg in Kapstadt

Und schließlich verabschiedet sich die Sonne im Ozean.

Lions Head in Kapstadt

Lions Head in Kapstadt

Das Liebesspiel der Giraffen

December 12th, 2010

Aus Gnomads Tierwelt:
Das Liebesspiel der Giraffen und wer behauptet Giraffen seien ausschließlich friedlich?

Etosha Nationalpark im Januar 2010:
Es ist drückend heiß, der Himmel blau. In der Ferne ein Gewitter. Ein paar Giraffen machen sich an grünen Bäumen zu schaffen. Ins Auge sticht eine fressende Kuh, der ein großer Bulle nachstellt. Es liegt ganz offensichtlich ein Knistern in der Luft. Die Giraffen Dame frisst ungeniert und stolziert von Baum zu Baum, von Gebüsch zu Gebüsch. Der Bulle folgt ihr dezent. Wir folgen den beiden Giraffen unauffällig im Auto.

Der Bulle nähert sich seiner Auserkorenen von hinten an. Geduldig bleibt sie stehen, wartet und reibt kurz ihren Hintern an seiner Brust. Dann läuft sie weiter. Er folgt. Sie frisst und bleibt stehen. Er nähert sich ihr an. Sie reibt ihren Hintern an seiner Brust. Er stupst sie freundlich mit seiner Schnauze am Hals an. Sie läuft weiter. Er folgt. Er wendet sich ab und läuft in die entgegengesetzte Richtung. Dann überlegt er es sich anders und nimmt die Verfolgung wieder auf. Das ambivalente Spiel von Verführen und Verfolgen beginnt von vorne. Entzückend. Dann nützt er seine Gelegenheit und versucht, sie zu beglücken. Sie stolziert weiter. Er gibt nicht auf. Sie blickt zu uns herüber. Wir stören und irritieren sie offensichtlich. Das Spiel von Verfolgen und Verführen beginnt nochmals. Bei seinem dritten Versuch und nach über einer Stunde warten im glühenden Auto ist das Knistern nicht mehr zu ertragen. Die Luft steht. Das Liebesspiel findet seinen Höhepunkt.

Der eigentliche Akt dauerte circa fünf Sekunden. Staksig und schnell ist der Bulle. Anschließend liefen sie in getrennte Richtungen, als hätten sie sich noch nie gesehen.

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Und plötzlich geht es richtig los: Der zukünftige Vater trifft auf einen anderen Bullen. Es ist keine friedliche Begegnung, denn sie stellen sich eng nebeneinander und holen mit ihren Hälsen Schwung, um dann den Kopf an des anderen Hals zu stoßen. Ein deutlich hörbarer Streit spielt sich vor unseren Augen ab. Nach zwei Minuten ist wieder Frieden eingekehrt und die Männer machen sich in getrennte Richtungen auf.

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Giraffen im Etosha Park

Jagen in Namibia – ein Leopard für 2500 EUR?

November 26th, 2010

Ich staunte nicht schlecht, als ich in der Touristeninformation von Swakopmund, einer “deutschen” Stadt in Namibia, dieses deutschsprachige Prospekt in Händen hielt. “101 Jahre Jagen in Namibia” wirbt eine namibianische Jagdfarm. Man freut sich auf die monetär gut ausgestattete Kundschaft. Waffe inkl. Waffenbesitzkarte sind herzlich willkommen, ein deutscher Jagdschein jedoch nicht nötig. Das erlegte Tier wird gerne “fachmännisch vorbereitet und auf Wunsch zum Präparator der Wahl” geliefert.

Jagen in Namibia

Zur Wahl stehen verschiedene afrikanische Lieblingstiere wie eine Giraffe für 2050 EUR (man stelle sich eine lebensgroße, ausgestopfte Giraffe im Wohnzimmer vor), ein Leopard für 2500 EUR oder ein Gepard für 2050 EUR. Wer es etwas billiger mag, der bekommt schon für 30 EUR einen Schakal, für 415 einen männlichen Oryx oder für 650 EUR ein männliches Zebra . Hier die gesamte Preisliste:

Jagen in Namibia

Hallo? Alle Welt redet von Tierschutz und hier dürfen die Tiere für ein Bündel Geld aus Lust und Hobby abgeschossen und mit nach Hause genommen werden! Aber nun wird mir auch klar, warum es “Gamedrive”, “Game Watching” und “game” heißt: Früher ging man auf Jagd um zu spielen – “game” eben. In Namibia schon 101 Jahre!

Soll man diese Tiere erschießen? Bitte nicht!

Gepard

Leopard

Warum heisst der Bikini Bikini?

November 1st, 2010

Bikini Atoll – einfach toll

Weibliche Weltreisende sollten den Bikini immer dabei haben. Wer sich gefragt hat, warum der Bikini so heisst: Der Bikini heisst tatsächlich wegen dem Bikini Atoll so. Das zweiteilige Kleidungsstück wurde 1946 erfunden. Da gerade zu dieser Zeit auf den pazifischen Bikini-Atolls Atomtests stattfanden, war der ideale “Protestname” gefunden. Bikini!

Seit 1996 kann man die Atolls auch wieder zum Tauchen, Relaxen und Sonnenbaden besuchen. Die Einwohner, auch “Bikinians” genannt, sind stolz auf zahlreiche Auszeichnungen wie dem “besten Tauchrevier der Welt”. Das Conde Nast Traveler Magazine zählt die Bikini Atoll zu den “Top 50 Worldwide Island Escapes”.

Die oben genannte Webseite gibt auch Auskunft, wie es mit den radioaktiven Strahlungen steht: Anscheinend keine gefährliche Strahlung mehr.

Wer Taucher ist, sollte sich vorzeitig um einen Trip zu den untergegangenen Schiffen kümmern. Dann gibt es auch ein tolles T-Shirt. Mit “radioactive emblem”. ;-)

Reisen 2.0

October 12th, 2010

Zwei travelchannel-Redakteure reisen seit heute in Australien von Darwin in den Kakadu National Park. Was die beiden Jungs dort sehen, entscheidet der User: Zwischen dem 26. und 30. November kann man jeden Tag abstimmen, wohin die Reise am nächsten Tag geht.

australien

Salzwasserkrokodile füttern, mit Aborigines im Busch wandern oder mit dem Hubschrauber die Katherine Gorge überfliegen? Das alles ist als Gewinnspiel verpackt und kann hier angeschaut werden. Bin mal gespannt, wie ausführlich die Berichterstattung ist oder ob es nur mit Werbebotschaften gespickt ist….

Angefangen wird also im Northern Territory rund um Darwin.

Ach ja, heute kann man folgendes Abstimmen:

Bild

Leider kann ich mit beiden nichts anfangen, ein paar Hintergrundinfos wären ganz schön…

Arbeiten im Ausland

October 10th, 2010

Wer länger auf Reisen geht, der denkt vielleicht daran am Urlaubsort auch zu arbeiten. Das bringt Geld, neue Erfahrungen und vielleicht lernt man auch noch Land und Leute kennen. Sehr beliebt ist Arbeiten in Australien. Dort sind Deutsche gerne gesehen, manche Einheimischen sagen sogar, dass deutsche Ferienarbeiter die dortige Landwirtschart am Laufen halten. Naja….

Auf der Webseite Eurosummerjobs.com gibt es tausende Jobs – vom Kellner bis zum Kuhmelker – europaweit. Die Webseite wird vom “European employment services” betrieben und wird täglich geupdatet. Sicherlich auch eine gute Quelle für Weltreisende. Versteuerrt wird das Geld direkt im jeweiligem Land, in Deutschland wird nichts versteuert.

Weit weniger Angebot gibt es auf http://www.pickingjobs.com/ , dafür aber weltweit. In Australien werden derzeit viele Arbeiter auf Farmen gesucht. Interessant ist der “Australian Harvest Trail”, bei der man je nach Jahreszeit in verschiedenen Teilen von Australien eingesetzt wird. Eine weitere Arbeitsvermittlung in Australien ist Grunt Labour, die sich auf Ausländer spezialisiert haben.

Achtung wer Angestellter ist

Wer als Angestellter im Urlaub jobben will, sollte vorher seinen Chef um Erlaubnis fragen. Denn ungefragtes Arbeiten kann ein Kündigungsgrund sein. Laut Bundesurlaubsgesetz ist der Erholungsurlaub nämlich dazu da sich von der alltäglichen Arbeit zu erholen.

Krankenversicherung

Auch sollte man sich bei seiner Krankenversicherung erkundigen, doch im Normalfall ist man nicht automatisch versichert, auch die deutsche Unfallversicherung greift nicht. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ist also empfehlenswert.

Visum erforderlich?

Letztendlich sollte man sich dann auch noch über Visumspflichten erkundigen.

Blumenfarm auf Maui

September 20th, 2010

Es regnet in Strömen. Riesige Tropfen fallen vom Himmel und werden nicht kleiner oder gar weniger. Wir sind auf der grünen, wunderschönen und zerklüfteten Westseite auf dem Hana Highway der Insel Maui, im Regenwald.

Zufällig stoppen wir an einer Blumenfarm, sind dort willkommen und erhalten eine Führung durch das wilde Areal, in dem Pflanzen wachsen, wie wir sie uns nicht vorstellen können. Alles leuchtet in kräftigem Grün, die Blätter sind überdimensional groß und wachsen hoch hinaus. Wir schlängeln uns durch die Büsche, sind vom Regen längst durchnässt, aber kalt ist es nicht. Wir suchen nach bunten Farben zwischen dem vielen Grün und werden fündig: grell leuchten uns rote, gelbe, violette, rosafarbene und orange Blüten entgegen. Es blühen Ingwer, Helikonien und Rosentrauben. Wir ernten Orangen und Mandarinen. Himmlisch! (für Lady Bi und alle Blumenliebhaber).

Blüte auf Maui

Riesenblätter

Helikonia auf Maui / Hawaii Helikonia auf Maui / Hawaii

Baum auf Maui

Helikonia auf Hawaii

Banane Helikonia auf Hawaii

Blumenfreude auf Hawaii

Ingwer auf Hawaii

Ingwer auf Hawaii

Ingwer auf Hawaii

Orangenernte auf Maui

Grüße aus San Francisco

September 20th, 2010

So, die Gnomads sind gut in Kalifornien angekommen. Bei Sonnenschein und sommerlichen 19 Grad haben sie schon die ersten Erkundungstouren in San Francisco hinter sich, auch wenn der Jetlag anfängt sich auf das Gemüt auszuwirken.

Mann, diese Stadt ist echt bergig, kein Wunder, dass die Cable Cars auch bei den Einwohnern so beliebt sind. Hier die ersten Fotos.

Beim SFFD, dem San Francisco Fire Departement

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Blick auf den Hafen:

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Ach ja, und dann haben wir ein Zimmer im 21.Stock des Holiday Inn Golden Gateway. Mit Blick auf Downtown und die Cablecars:

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Eine der berühmten Cable Cars:

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Morgen geht es dann endlich zur Golden Gate Bridge.

Hana-Highway & Waimoku Falls

September 20th, 2010

Die Straße, die an den westlichsten Ort der Insel Maui führt, ist der spektakuläre und atemberaubende Hana-Highway: 1920 von Gefangenen erbaut, 52 Meilen lang, über 60 einspurige Brücken und 600 Kurven schlängeln sich zwischen den Klippen und Bergen entlang nach Hana.

Hana-Highway & Waimoku Falls

Grafik: Die aufgezeichneten Daten des GPS-Loggers zeigen den Verlauf der Straße.

Hana-Highway & Waimoku Falls

Grafik: Hier sieht man sehr schön, wie der Hana Higway sich am Meer entlang schlängelt und sich windet.

Hana-Highway & Waimoku Falls


Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana, ein winziges Fischerdörfchen, in dem lediglich ein paar Häuser, einladende Obststände, ein Hotel, ein Supermarkt und eine Tankstelle zu finden sind.

Hana-Highway & Waimoku Falls

Der Highway lädt zu zahlreichen Stopps ein: Kleine Wanderungen zu Wasserfällen, ein kurzes Bad im Pool unterhalb der Wasserfälle und Aussichtsplattformen in Richtung Meer bieten sich an, den Highway nicht nur “abzufahren”, sondern mit allen Sinnen zu erleben und zu genießen.

Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana-Highway & Waimoku Falls

Am Ende der Straße liegt der Kipahulu Campingplatz und der südliche Eingang in den Haleakala Nationalpark, wo die Wanderung zu den Waimoku Falls beginnt.

Bei zartem Nieselregen starten wir unsere Wanderung zu den zahlreichen Wasserfällen. Wir wandern durch den Regenwald, sind völlig geplättet von den gigantischen Bambushainen, überqueren kleine Ströme und stehen am Ende vor dem 130 Meter hohen Waimoku Fall.
Es regnet nicht mehr!

Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana-Highway & Waimoku Falls

Das Schöne an diesem Tag aber ist der Regen, denn die zahlreichen Wasserfälle können nur dann zu Leben erwachen, um sich uns in ihrer vollen Pracht zu zeigen. Endlose Wassermassen preschen gewaltigst hernieder.

Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana-Highway & Waimoku Falls

Hana-Highway & Waimoku Falls

Wetterkapriolen auf Hawaii

September 20th, 2010

Nach einem äußerst langweiligem United Flug nach Hawaii sind wir dort angekommen und freuen uns nun auf entspannte dreieinhalb Wochen. Bisher konnte allerdings davon keine Rede sein, denn ein mächtiger Sturm setzte die nördlichen Inseln in Angst und Schrecken. Alle Nationalparks wurden geschlossen, Flüge abgesagt und wir mitten drin.

Unser Flieger ging dann doch noch mit einer Stunde Verspätung raus, nachdem wir gedacht hatten in Oahu bleiben zu müssen.

Wir versuchten dann noch unseren Zeltplatz zu buchen, doch die Mitarbeiter aller Parks kamen an diesem Tag nicht zur Arbeit. Zu gefährlich!

Somit hatten wir keine Unterkunft. Zunächst holten wir unseren Mietwagen ab – einen gelben Jeep Wrangler (Fotos folgen). Dann fuhren wir los und fragten in einem Geschäft nach dem Weg zu einem Hotel.

Nun sind wir in einem kleinen Backpacker untergekommen mit kostenlosem WLAN und einem Doppelzimmer, das hier 65 Dollar kostet, bei uns würden da vielleicht die Hühner brüten. Aber gut, Hawaii ist teuer…

Für morgen sind weitere Regenfälle angesagt, so dass wir wohl keinen Trail (=Wanderweg) laufen können. An Baden ist leider auch nicht zu denken. So long, bis morgen!